Wie unsere Päcklis ans Ziel kommen

Im November haben wir vor Migros und Coop am Eigerplatz Passanten dazu aufgefordert, mit einer Materialspende zu Weihnächtspäcklis für bedürftige Menschen in Osteuropa beizutragen. Silvia L. hat ein Verteilteam vor Ort begleitet und berichtet im Interview von ihrem Einsatz.

Silvia, wann und wo warst du beim Päckli verteilen dabei? Wir sind vom 26.12.16 bis am 2.1. nach Mukatschewa in die Westukraine gereist. Die Reise wurde von der Organisation „Licht im Osten“ organisiert.

Wie sah ein typischer Tagesablauf aus? Nach dem Frühstück gingen wir in das Zentrum einer lokalen Baptistengemeinde. Dort beluden wir Lieferwagen mit Päcklis und machten uns auf den Weg zu den End-Empfängern. Wir verteilten die Päcklis dann in Schulen, Kindergärten und zusammen mit dem Sozialdienst der Stadt an bedürftige Senioren. Total waren es 200 Pakete für Erwachsene und 600 für Kinder. Am Ende des Tages waren wir so müde, dass wir meist früh zu Bett gingen.

Kannst du etwas mehr zu den Empfängern der Päcklis sagen? Was waren das für Leute? Die bedürftigen Senioren waren Personen, die vom städtischen Sozialdienst betreut werden. Die Menschen werden durchs Jahr wöchentlich von staatlichen Sozialarbeitern besucht. In den Schulen wurden unabhängig von Religion oder sozialer Schicht alle Schüler mit einem Päckli beschenkt. Zu bedenken ist, dass das Durchschnittseinkommen in der Ukraine bei umgerechnet 100 Euros liegt (Seniorenrente 50 Euro). Da sind unsere Päcklis mit einem durchschnittlichen Materialwert von 30.- für alle ein grosses Geschenk. Alle Leute, die wir beschenkt haben, hatten es wirklich nötig.

Hat dich ein Erlebnis besonders berührt? Wir waren bei einer älteren Frau, die mit ihrer Tochter und zwei Grossenkeln zusammen in einer kleinen Wohnung lebt. Beim Auspacken des Päcklis nahm sie voller Freude eine Packung Tee in die Hand und sagte strahlend: „Vor zwei Tagen ist mir der Tee ausgegangen!“

Verleihung des goldenen Bleistifts

Anlässlich der Neujahrsfeier 2017 der EFG Bern wurde der goldene Bleistift verliehen. Dieser von einem privaten Sponsor einmalig gestiftete Preis zeichnet Personen aus, die sich in besonderer Weise ums Sammeln von Danke-Gründen an der EFG Bern Dankessäule verdient gemacht haben (hier der Bericht dazu).

Im folgenden Bild sehen wir Stefan S. wie er feierlich die beiden goldenen Bleistifte an die beiden Preisträger Jael M. und Eric A. verleiht.

Die Beiden haben übers Jahr im vierstelligen Bereich Dankesgründe für die Säule gesammelt. Sie haben grossen Anteil daran, dass wir das Sammelziel von 10’000 Gründen zum Danken innerhalb eines Jahres erreicht haben. Ob die Beiden mit ihren goldenen Bleistiften weiterhin Dankesgründe aufschreiben ist nicht bekannt. Herzliche Gratulation an dieser Stelle den beiden Preisträgern und wer Lust hat, möge doch den folgenden Link anklicken: https://youtu.be/XtwIT8JjddM

Weihnachts-Strasseneinsatz

Am 17. Dezember 2016 brachten wir die Weihnachtsgeschichte in die Stadt. Janis B. und Philipp K. machten sich als Strassenmusikanten auf den Weg in die belebte Innenstadt. Ralf T. unterstützte die Beiden mit Tragen, Beten und Dabeisein. Der erste Halt war beim grossen Tannenbaum auf dem Bahnhofsplatz. Dann gings weiter zu Bärenplatz, Zytglogge und Münsterplattform. Die Darbietung bestand aus Weihnachtsliedern, berndeutschen Songs und dem Erzählen der Weihnachtsgeschichte aus der Cigarbox Gitarre. Insgesamt blieben um die 30 Personen stehen und verfolgten einzelne Lieder oder das Erzählen der Geschichte. Der von Ralf T. aufgenommene Film erreichte im Internet weitere knapp 5000 Personen.

 

Cafesito Adventsfeuer

Am 15. Dezember 2016 machten wir ein Feuer im Monbijoupark. Die Initiative dazu kam von Parkbesuchern, die wir durch unser regelmässiges Zvieri-Angebot kennen gelernt haben. Sie hatten solche Freude an unserer Gemeinde-Weihnachtsfeier von 2015 im Park, dass sie uns baten, wieder so etwas zu machen. Hier ein paar Bilder vom stimmungsvollen Feuer mit Grill und Geschichte im Park: