• Vergebung tut gut

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    Soeben habe ich etwas unglaubliches erlebt und das teile ich gerne mit Euch, weil ich glaube, dass in der Vergebung ein Schlüssel zur Freiheit liegt.

    Nun, ich muss aber ein wenig in die Vergangenheit zurück, damit Ihr meine Geschichte auch unglaublich findet. Vor 5Jahren habe ich ein Vorpraktikum in einem Kinder und Jugendheim in der Ostschweiz gemacht. Es war eine harte und turbulente Zeit. Von heute auf morgen verliess der Gruppenleiter das Heim und hat mich auf’s gröbste und herablassenste beschimpft.

    Etwa ein Jahr später wollte ich mit ihm die Situation klären und telefonierte mit ihm. Auch bei diesem Telefonat wurde ich wieder und wieder beschimpft. Es ging vor allem darum, was für ein schlechter Mensch ich sei. Es folgten Emails, weil es mir ein Anliegen war, die Situation und diesen Konflikt zu klären. Sein Schlusssatz in einer Email war, dass es doch besser wäre, ich würde wieder in eine Bäckerei stehen (habe dies einmal gelernt) und die Gipfeli krümmen, da könne ich nichts falsch machen.

    Wir sind uns dann nochmals “zufällig” begegnet, aber auch diese Begegnung war ganz und gar nicht gut. Ich schob die Thematik dann für mich auf die Seite, merkte aber immer wieder, wie mich das alles beschäftigt. Gerade auch deshalb, weil ich mich ungerechtfertigt behandelt fühlte und weil ich kein Verständnis dafür habe, wenn andere auf solche Art und Weise beschimpft werden.

    Bei meinem letzten St.Gallen-besuchen wurde ich immer wieder mit dieser Zeit im Kinderheim konfrontiert, weil es schliesst. Ich hörte viele Geschichten, musste mich wieder erneut damit auseinandersetzen. Ich habe in meinem Herzen darüber Ruhe gefunden, habe den Frieden gehabt auch über die Situation mit dem Gruppenleiter, wünschte mir aber nach wie vor eine Aussprache.

    Und nun heute Abend…Mein Telefon klingelt, mit einer mir unbekannten Nummer. Es war der damalige Gruppenleiter. Wow, ich staunte nicht schlecht und wusste nicht gleich, was ich sagen sollte. Ich hatte zuerst Angst, dass er mich wieder beschimpft. Doch es kam ganz anders, er hat sich bei mir entschuldigt. Er bat mich um Vergebung für all das, was passiert ist. Er hat gesagt, dass er sehe, dass er falsch gehandelt hatte und ich zwischen die Fronten geraten bin. Es tut ihm leid und er wisse, dass mein Weg, den ich gehe mit der Ausbildung ein guter Weg ist und seine Zustimmung hätte ich.

    Vergebung ist so etwas von befreiend. Sind wir bereit Situationen zu bereinigen die auch schon länger her sind? Ich für meinen Teil kann sagen, dass es mir unglaublich gut getan hat, dieses Telefonat zu erhalten und nun sagen zu können, ich habe ihm vergeben und kann ihm auch begegnen ohne dass ich Wut empfinde.

    Und Gott vergibt uns soviel mehr. Er gab seinen Sohn, damit wir vor Gott kommen können. Der Vater im Himmel hat so viel Liebe für uns übrig und durch Jesus können wir frei sein und der zu Gott ist geebnet.

    Wenn wir die Grösse Gottes erkennen und seine Vergebung annehmen, was hindert denn uns daran, anderen Menschen zu vergeben?

    • Merci für deinen ermutigenden Bericht!

    • liebi fabienne
      danke, dass du üs lasch la teil ha a dim erläbe! söttegi “ermuetigunge” sött me würklech wyter gäh, o wes mängisch o chli muet bruucht! nume dür ds mitteilä merkt me ja, dass veränderige vo situatione (o no jahre später) , wo mes fasch nümm wett gloube, müglech si!!
      merci!

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