Zum Gottesdienstthema um 9.30 Uhr:
Gibt es Kanadier, die sich nicht für Eishockey interessieren? Vielleicht – aber Richard Wiskin gehört keineswegs dazu. Aufgewachsen in Kingston am Ontariosee, wo Eishockey erfunden wurde, ist er, obwohl schon seit 1982 in der Schweiz wohnhaft, nach wie vor ein begeisterter Hockeyfan.
Sobald die Weiher im Zürcheroberland anfangen zuzufrieren, juckt es Wiskin und seine vier Jugendlichen in den Beinen und die Schlittschuhe und Hockeystock werden wieder hervorgekramt. Ganz in der Nähe kann auch ein Match besucht werden und nach einem spannenden Samstagabendspiel kommt es öfter vor, dass er am Sonntag eine anregende Predigt hält: Ein Kanadier, Eishockey und Gott. Denn auch Jesus Christus illustrierte seine Botschaften mit Beispielen aus dem Alltag, und der Apostel Paulus bezog sich zudem auf den Sport.
Wiskin erläutert (auch für die Nichteingeweihten gut verständlich!) anhand einiger selbst erlebter Spielszenen göttliche Prinzipien, die für das tägliche Gemeinschaftsleben von großer Wichtigkeit sind. Und alle merken, dass auch sie gemeint sind – vom Enkelkind bis zur Großmutter! Möchten Sie selber live dabei sein? Dazu sind Sie herzlich eingeladen
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Zum Vortrag mit Ausstellung um 13.00 Uhr:
Schule vor 4000 Jahren
„Als ich am Morgen früh erwachte, trat ich meiner Mutter entgegen und sagte ihr: ‘Gib mir mein Essen, ich will zur Schule gehen.’ Meine Mutter gab mir zwei Brötchen und ich ging zur Schule. Als ich in der Schule ankam fragte mich der Aufseher: ‘Warum kommst du zu spät?’ Ängstlich und mit klopfendem Herzen trat ich vor meinen Lehrer hin und machte eine respektvolle Verbeugung.
Mein Lehrer las meine Tafel, sagte: ‘Es fehlt etwas’ – und verprügelte mich. Der, der für Ordnung sorgte, sagte: ‘Du bist auf der Strasse umhergeschlendert und hast deine Kleider nicht geordnet’ – und verprügelte mich… Der, der für Sumerisch verantwortlich war, sagte: ‘Warum hast du nicht Sumerisch gesprochen?’ – und verprügelte mich. Mein Lehrer sagte: ‘Deine Handschrift ist ungenügend!’ – und verprügelte mich. Und so fing ich an die Schreibkunst zu hassen, fing an die Schreibkunst zu ver-nachlässigen.“
Solche Tontafeltexte aus dem sumerischen Ur, zusammen mit den ausführlichen Ausgrabungsergebnissen des berühmten englischen Forschers Sir Leonard Woolley, geben reichlich Auskunft über das Leben im südlichen Teil des heutigen Iraks zur Zeit des jüdischen Stammvaters Abraham. Gewöhnlich befassen sich Bibelleser und Forscher mit dem Leben der Patriarchen im Heiligen Land. In seinem Diavortrag: „Der Gott des Himmel und die Götter von Ur“ greift Bildungsreferent Richard Wiskin bewusst auf die ersten 75 Jahre aus Abrahams Leben in Ur und Haran zurück.
Mit zahlreichen Fotoaufnahmen und einer Ausstellung echter Originalfunde (u.a. einer Schülertontafel mit den damaligen Fingerabdrücken eines Schülers und seines Lehrers!), möchte Wiskin illustrieren, wie z.B. der Alltag einer edlen Familie (Abraham wurde ja von seinen Zeitgenossen als ‘Fürst’ bezeichnet) in Ur vor ca. 4000 Jahren ausgesehen hat. Ur pflegte Handelskontakte bis ans Mittelmeer und ins Indus-Tal hinein. Wir können uns deshalb lebhaft vorstellen, welche Einkaufsmöglichkeiten Sarah damals in Ur hatte – und wie es ihr zumute war, als Abraham ihr mitteilte: Sie würden von Ur wegziehen, ohne zu wissen, wohin die Reise führen sollte! Aber warum verließen sie überhaupt diese damalige Weltstadt „Ur, Ernährer aller Länder… reinster Ort im Himmel und auf Erden“?
Dieser Anlass ist auch für Jungendliche ab 12 Jahren von großem Interesse.
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Zur Person von Richard Wiskin:
1942 in Toronto, Kanada geboren.
Lehrer in Kanada für Geographie, Geschichte und Biologie (7./8. Klasse).
In seiner Heimat wesentlich an der Gründung einer Spezialschule für Ökologieunterricht beteiligt.
Aktiv in der Lehrerfortbildung und in der Herstellung von Unterrichtsmaterial.
3-jähriges Fortbildungsstudium am Prärie-Bibelinstitut.
12-jährige Missions-, Gemeinde- und Jugendarbeit in Indien & Europa.
Verheiratet: seine Frau Susanna ist Schweizerin;
Wiskins haben 4 Kinder und wohnen im Zürcher Oberland.
Herausfordernde und berechtigte Fragen insbesondere vieler junger Menschen veranlassten ihn, sich seit ca. 1975 intensiv mit dem Thema „Biblischer Glaube und Wissenschaft“ auseinanderzusetzen.
Arbeitet eng mit Wissenschaftlern im Rahmen der Studiengemeinschaft Wort und Wissen zusammen.
Seit 1982 Bildungsreferent; seine Hauptaufgabe besteht darin, die oft schwierige Thematik im Bereich Wissenschaft und Glaube allgemein verständlich zu vermitteln.
Erfahrungen bei archäologischen Ausgrabungen in Megiddo, Hazor und Gat
Archäologischer Fotograf der Ausgrabung in der Philisterstadt Gat
Leiter zusammen mit Susanna alttestamentliche Studienreisen in Israel
Einige Veröffentlichungen (als Autor bzw. Mitarbeiter):
Dinosaurier – faszinierende Geschöpfe (1993)
Die Bibel und das Alter der Erde (1994; 4. Auflage 2003)
Die ersten Gipfelstürmer (1996/2001)
Der Natur auf der Spur im Frühlingswald (2002)
Diverse Diaserien für den Unterricht










